Übersee

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Warum in die Ferne schweifen…

… fragt man sich angesichts der weltweiten Entwicklungen im Tourismus, der vielerorts inzwischen mehr Schaden anrichtet als Gutes tut, in der Natur und Tierwelt aber auch vor Ort in den Destinationen und bei der lokalen Bevölkerung, die sich z.B. vielerorts keine Wohnungen mehr leisten kann, weil mehr und mehr Wohnraum zu airbnb-Ferienapartments umgewandelt wird. Wir haben daher entschieden, unseren Schwerpunkt zukünftig ganz auf Europa zu legen, wo es einerseits wunderschöne maritime Urlaubsziele gibt, schauen Sie nur auf unser Hotelportal, und wo man vielerorts Delfine und Wale direkt vor der Haustür findet, wie z.B. in Italien. Um die Tiere aus nächster Nähe an Bord von Forschungs- oder Segelschiffen zu beobachten, muss man nicht um die halbe Welt reisen! Und als Volunteer bei einer der Forschungsreisen unterstützen Sie aktiv die Arbeit der Biologen und tragen damit zum Schutz der Meeressäuger bei.

Warum an Bord von Segelschiffen? Als Guide auf Whale Watching Booten habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass man die Tiere in ihrem Element mit einem Segler weniger stört als mit einem Motorboot. Segelschiffe sind i.d.R. schwerfälliger unterwegs wenn es darum geht, flinke Meeressäuger zu „verfolgen“. Motorboote können schnell den Kurs ändern und zu oft habe ich es erlebt, dass man den Tieren dabei so „auf die Pelle rückt“, dass sie sich gestört fühlen und Delfine z.B. durch Schlagen ihrer Fluke, der Schwanzflosse, auf die Wasseroberfläche dieses auch zeigen. Die Kapitäne meinen es ja gut, sie möchten, dass ihre Gäste die Delfine und Wale aus nächster Nähe beobachten können, aber leider geht es dabei oft auf Kosten der Tiere, noch dazu, wenn es an vielen Whale Watching Orten inzwischen so viele Boote gibt, dass die Meeressäuger von Boot zu Boot „weitergereicht“ werden und so kaum zur Ruhe kommen.

Auf Segelbooten habe ich die Tierbeobachtung sehr viel entspannter erlebt. Wenn unter Motor gefahren wird, geschieht dies meist in angemessenem Abstand zu den Tieren und am schönsten ist es sowieso, wenn unter Segeln gefahren wird und auf einmal Delfine auftauchen, die gerade Lust haben, eine Weile in der Bugwelle des Schiffes mitzuschwimmen. Mit Glück hört man dann sogar die Pfiffe der Delfine im Wasser, weil kein lautes Motorengeräusch sie übertönt.

 

Für diejenigen, die es trotzdem in die Ferne zieht, wo es selbstverständlich auch zahllose faszinierende Whale Watching Spots gibt, stellen wir gerne den Kontakt zu entsprechenden Veranstaltern her, die weltweite Reisen anbieten. Dann schreiben Sie uns gerne, wohin die Reise gehen soll…

Buckelwal, Halbinsel Samaná, Dominikanische Republik

 

 

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